Was wird aus Weizen gemacht?

Als Weizen bezeichnet man eine Getreidepflanze aus der Familie der Süßgräser(Poaceae). Die am Meisten verwendete Getreide Art der Welt ist der Mais. Auf Platz 2 folgt der Reis und der Weizenanbau nimmt erst den 3. Platz ein. Man unterscheidet zwei Arten des Weizenanbaus. Zum Einen den sogenannten Winterweizen und zum Anderen den Sommerweizen.

Die Saat des Winterweizens wird im Herbst des vorangehenden Jahres gesät und dann erst im kommenden Sommer geerntet. Der Sommerweizen hingegen wird im Frühjahr des gleichen Jahres gesät und ebenfalls im Sommer geerntet.

Wie unterscheidet sich Weizen von anderen Getreidesorten?

Weizenpflanzen benötigen sehr anspruchsvolle Böden zur Kultur. Sie haben in puncto Klima, Boden und Wasserversorgung höhere Ansprüche als beispielsweise Gerste. Gerste kann ebenso wie Weizen, als Winter- und Sommersaat eingebracht werden. Die Erträge sind aber geringer als beim Weizen und der Verbrauch pro Kopf ist ebenfalls sehr gering. Gerste wird neben der Herstellung von Bieren auch als Grundstoff für Malzkaffee und als Futtergerste für die Tiermast verwendet. Roggen wiederum wird als Grundnahrungsmittel angebaut und überwiegend zu Brot verarbeitet. Er erreicht aber nicht die Beliebtheit des Weizens. Auf Grund der hohen Ernteerträge, besonders beim Winterweizen, zieht man den Weizen anderen Getreidearten vor.

Entgegen vorherrschender Meinungen wird der größte Weizenanbau nicht in Europa betrieben. Obwohl Weizen in Europa zu den Grundnahrungsmitteln gehört, wird er am häufigsten in China und Indien angebaut. Russland gehört beim Weizenanbau erst der dritte Platz, vor den USA. In Deutschland wird überwiegend Weichweizen angebaut. Der Weizenanbau ist gut angepasst, an ein warmes trockenes Klima. Roggen hingegen gedeiht auch in kühlerem Klima. Beliebt ist eine Kreuzung zwischen Weizen und Roggen, Triticale genannt. Diese moderne Kreuzung gedeiht sehr gut in mäßigem und kühleren Klima.

Wie und Wozu wird Weizen verarbeitet?

Weizen wird hauptsächlich zu Mehl verarbeitet

Weizen wird hauptsächlich zu Mehl verarbeitet

Als erstes wird das reife Korn geerntet und zwar die gesamte Pflanze. Dann trennt man beim Dreschen die Körner vom Stroh. Die gereinigten Körner werden danach gemahlen und zu Mehl verarbeitet. Das gemahlene Korn besteht aus Mehl mit Spreu (Schalen) und wird getrennt. Nur bei Vollkornprodukten verwendet man das Mehl mit den Schalen. Weichweizen wird vorrangig zu Weizenmehl verarbeitet und besteht aus 70% Stärke, 10-12% Eiweiß, 14% Wasser und ca. 2% Fett. Der Weichweizen ist im europäischen Raum die Grundlage für fast alle Brotsorten, sowie für Kuchen und Kleingebäck.

Auch Roggen spielt bei der Brotherstellung eine große Rolle. Gerste hingegen wird bei der Herstellung von Bier benötigt. Auch Graupen, welche Koch-Gerste genannt werden, bestehen aus Gerstenkörnern. Man entfernt den Keimling sowie die Randschicht und erhält so eine gebräuchliche Suppeneinlage. Hartweizen hingegen wird zur Herstellung aller Teigwaren, wie Nudeln oder auch Lasagne benötigt. So wird der hohe Verbrauch an Pasta insgesamt durch Hartweizen oder Hartweizengries gedeckt.

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