Gerste

Bei Gerste handelt es sich um eine der wichtigsten Getreide-Sorten überhaupt. Gerste gehört zur Familie der Süßgräser und erreicht eine Wuchshöhe von etwa 0,7 bis 1,2 m. Besonders kennzeichnend für diese spezielle Art von Getreide sind die langen Ähren, welche bei anderen Getreide-Sorten meist nicht vorzufinden sind. Somit hat die Gerste ein unverkennbares Merkmal, was sie äußerlich einzigartig macht und von anderem Getreide abhebt.

Ursprünge

Ursprünglich stammt Gerste aus dem Nahen Osten und dem östlichen Balkan und zählt damit zu den ersten gezielt angebauten Getreidesorten der Menschheit. Später wurde Gerste auch in Mitteleuropa angebaut und im Mittelalter vor allem als Viehfutter verwendet und geschätzt.
Dennoch ist Gerste wirtschaftlich weniger von Bedeutung als beispielsweise die beliebten Getreidearten Weizen, Mais und Reis. Wintergerste wird zur Tierfütterung eingesetzt, diese enthält mehr Eiweißanteile als Sommergerste, die überwiegend zu menschlichen Ernährung eingesetzt wird.

Auch eine heilende Wirkung wird diesem besonderen Gras zugesprochen. Im 19. Jahrhundert galt Gerstenwasser als ein äußerst beliebtes Getränk für Kranke und im fernen Osten wird seit Jahrhunderten schon gerne Gerstentee getrunken.

Nutzung und Anbau

Gerste wächst auch unter den schwierigsten Bedingungen

Gerste wächst auch unter den schwierigsten Bedingungen

Gerstengrütze, Graupen, Mehl, Tsampa (Pulber aus gerösteten, gemahlenen Gerstenkörnern, zudem ein tibetisches Grundnahrungsmittel), Malzkaffee und Gerstenflocken sind allesamt aus dem gleichnamigen Getreide gewonnene Endprodukte und zeigt die Vielseitigkeit dieses Grases.

Da es zu den Selbstbefruchtern gehört unterscheidet man zwischen Sommer- und Wintergerste, die eine wird im Sommer gesät und erweist sich als ertragreicher, die andere Aussaat erfolgt im Frühjahr und reift in weniger als 100 Tagen, nachdem verschiedene Phasen der Bestockung bis hin zum Ährenschieben durchlaufen sind, kann das Getreide geerntet werden. Am besten gedeiht die Gerste auf gut durchfeuchteten Böden, die tiefgrün sind. Aber auch schwierige Bedingungen stellen für dieses Getreide kein Problem dar. Wintergerste reift am besten bei Temperaturen unter 10 °C, doch auch kälteren Temperaturen und härteren Wetterlagen ist sie gewachsen.

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